FDP Willich sieht Schulverpflegung auf gutem Wege

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Im Rahmen ihrer schulpolitischen Diskussion gerade im Bereich Ganztagsschule hat sich die FDP nun mit der „Landesweiten Erhebung zur Mittagsverpflegung in Schulen mit Ganztagsangebot in NRW“ befasst, die im Auftrag des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW (MUNLV) und des Ministeriums für Schule und Weiterbildung NRW (MSW) durch das Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE) in Dortmund durchgeführt wurde.

Im Zuge des Ausbaus von Ganztagsschulen wird es notwendig, immer mehr Kinder mit einer Mittagsmahlzeit in der Schule zu verpflegen. Dies stellt die meisten Schulen vor neue und vielfältige Herausforderungen. Mit einer ausgewogenen, schülergerechten Verpflegung können Ganztagsschulen wesentlich zur primärpräventiven Verbesserung der derzeitigen Ernährung von Kindern und Jugendlichen beitragen.

Ziel der ersten landesweiten Erhebung zur Mittagsverpflegung in Schulen mit Ganztagsangebot in NRW war es deshalb, den aktuellen Status anhand von organisatorischstrukturellen und küchenrelevanten, ernährungsphysiologischen Merkmalen umfassend zu beschreiben und vorrangige Handlungsfelder zu identifizieren.

Da es bisher keine verbindlichen oder einheitlichen gehandhabte Kategorisierungen der verschiedenen Formen des Speiseangebots in der Gemeinschaftsverpflegung in Deutschland gibt, ist nach Meinung der FDP gerade diese landesweitere Erhebung interessant.

Besonders unterstützt die FDP in Willich sachliche und pädagogische Ansätze aus der Studie, die auch und gerade auf Willich – und hier besonders auf die derzeitige Mensa-Situation am Schulstandort Schiefbahn und der geplanten Frischeküche zutrifft.

So ist die Pausengestaltung ein besonderer Stellenwert im pädagogischen Konzept einer Schule. Im Durchschnitt und weitgehend unabhängig vom Schultyp stand den Schülern eine Mittagspause von knapp 1 Stunde zur Verfügung wovon etwa 30 Minuten für das Mittagessen vorgesehen waren. Da etwa Zweidrittel der Schulen (67%) das Mittagessen in 2 oder mehr Schichten anboten, war die effektive Zeit für das Mittagessen für die Schüler in diesen Fällen vermutlich wesentlich geringer als 30 Minuten.

Interessant finden die Liberalen den Ansatz, dass als eine konkrete Umsetzung pädagogischer Maßnahmen die Beteiligung von Erwachsenen an der Mahlzeiteneinnahme gewertet werden kann. Da Ernährungsgewohnheiten von Kindern durch das Vorbild der Erwachsenen geprägt werden, bei der Gemeinschaftsverpflegung ebenso wie in der Familie, sollten Erwachsene und Kinder die Mahlzeiten gemeinsam einnehmen.

Ein weiterer „logischer „ Ansatz ist die Feststellung der Erhebung, dass als eine wesentliche Maßnahme einer wünschenswerten Ernährungserziehung gilt die Unterstützung der intrinsisch gesteuerten Hunger-Sättigungs-Regulation ist. Dies bedeutet praktisch, dass das Kind die Portionierung seines Essens selbst übernimmt, anstatt dass Erwachsene das Essen zuteilen und das Kind zum Aufessen gedrängt wird. Im Rahmen der Gemeinschaftsverpflegung ist es somit wünschenswert, dass die Schüler sich entweder im Cafeteria-System an der Essensausgabe selbst bedienen können oder dass das Essen in Schüsseln zur Selbstbedienung am Tisch serviert wird.

Für sehr wichtig hält die FDP Willich die Feststellung, dass offensichtlich die Schulen mit der aktuellen Situation der Unterstützung bedürftiger Kinder bei der Teilhabe an der Schulverpflegung durchweg zufrieden zu sein.

Bestätigt finden sich die FDP-Vertreter mit der Feststellung, dass in dieser Erhebung ein durchschnittlicher Preis von 2,49 Euro pro Mittagessen ermittelt wurde.

Die FDP erinnert daran, dass im seinerzeitigen Arbeitskreis für die Mittagsverpflegung für die Mensa St. Bernhard-Gymnasium und Realschule ja ein Essenspreis von max. 2,80 Euro incl. Frischkostversorgung besprochen wurde.

Unterstützt wird die Auffassung der FDP durch die Feststellung der Erhebung, dass in gut 80 % der Schulen täglich zusätzlich zum Hauptgericht noch Rohkost/Salat, Obst und/oder ein Dessert angeboten wurden. Und ganz wichtig: „… mit wenigen Ausnahmen als kostenfreies Angebot, also im Menüpreis enthalten“.

Wie Fraktionschef Franz-Josef Stapel erklärt, hat der Vorstand der FDP Willich die FDP-Fraktion nun beauftragt, entsprechende Gespräche mit der Verwaltung zu führen und Anträge zur Berücksichtigung dieser landesweiten Ergebnisse in der Schullandschaft Willich zu stellen. „Gemeinsames Ziel von FDP, Eltern, Lehrern und Schülern ist die stetige Verbesserung der Rahmenbedingungen in Willich“, so Stapel.

Wer sich für die Erhebung interessiert, kann sie im Internet unter www.fke-do.de finden.