Organisationsgutachten Schlossfestspiele ohne neue Erkenntnisse

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Die FDP Willich hat sich in Ihrer letzten Fraktionssitzung mit dem Organisationsgutachten zu den Schlossfestspielen beschäftigt. „Wir wollen die Schlossfestspiele als bedeutendes kulturelles Angebot in der Stadt Willich erhalten“ ist der eindeutige Tenor in der Fraktion. Allerdings kommt die FDP bei näherer Betrachtung des Gutachtens zu einem erschreckenden Ergebnis. „Die in einer Fleißarbeit zusammengestellten Daten sind der Politik hinreichend bekannt, entstammen sie doch dem Haushalt und Vorlagen aus den Ausschüssen. Auch die daraus vorgestellten Erkenntnisse des Gutachters, dass es strukturelle Probleme in der Organisationsstruktur der Festspiele gibt, wurden schon vor Jahren angemahnt und von der Mehrheitsfraktion nicht beachtet.“ erklärt der FDP-Vorsitzende Thomas Brandt.

Gegen den Widerstand der FDP - sie regte an, das Geld für das Gutachten besser den Festspielen direkt zukommen zu lassen - hatte die CDU die Beauftragung durchgesetzt. „Noch nicht einmal die Kernaufgaben der in der Ausschreibung formulierten und zu bearbeitenden Fragestellungen wurden beantwortet. So fehlen schlicht das Personalkonzept und die Darstellung von Einsparungspotentialen. “ so die kulturpolitische Sprecherin der FDP-Fraktion Ellen Roidl-Hock.

Rätselhaft erscheint der FDP, warum die CDU öffentlich erwähnt, dass im Gutachten konkrete Vorschläge für Werbung und Marketing gemacht wurden. „Wir erkennen keine Vorschläge, sondern nur Allgemeinplätze, die in jedem anderen Gutachten auch zu finden sind. Vielleicht liegt der CDU ja eine andere Version des Gutachtens vor. „Es soll ja einige Versionen geben“, ergänzt der Parteichef Brandt schmunzelnd.

Der allgemeine Tenor der Liberalen ist daher eindeutig: Ein unbrauchbares Gutachten, das die Entwicklung der Festspiele keinen Schritt weiter bringt. Lediglich der Vorschlag der GmbH Gründung ist brauchbar. Aber es ist halt nur ein Vorschlag ohne eine konzeptionelle Ausarbeitung zur Umsetzung. Die FDP befürchtet, dass die CDU aus wahltaktischen Überlegungen nicht der FDP Einschätzung folgt und jetzt kosmetische Verbesserungen vorgeschlagen werden, um das Gutachten und die damit verbundenen Kosten nachträglich zu rechtfertigen.