Bürger und FDP sehen den Bedarf für eine Veranstaltungshalle in Willich kritisch

veröffentlicht am   von

 

"Wäre ein Bedarf da, so könne man ja über alles reden", sagt Angelika Baumbach, FDP-Fraktionsmitglied im Planungsausschuss der Stadt Willich. Die erfahrene Verwaltungsfachkraft glaubt aber nicht an den Erfolg einer neuen Veranstaltungshalle in Alt-Willich, die mit einer Kapazität von 1.000 Gästen daher kommen soll. "Wir haben mit den Bürgern vor Ort, aber auch mit den Vereinen, die als Nutzer in Frage kommen gesprochen. Niemand kann diese Kapazität ausnutzen. Darüber hinaus halten wir auch den Standort für falsch, da für die im Umfeld des Sport- und Freizeitzentrums lebenden Menschen bereits heute die Grenze der Lärm- und Verkehrsemissionen mehr als erreicht ist", sagt Baumbach und ergänzt: "Wir haben bereits vor langer Zeit nach alternativen Standorten für eine deutliche kleinere Halle gefragt. Und obwohl es Alternativen gäbe und auch die Finanzierung viel günstiger käme, hat man politischen Aktionsmus betrieben, um zu dokumentieren, dass man ohne "Wenn und Aber" nach dem Wegfall des Kaisersaals Schiffer hinter den Vereinen stehe." Die FDP-Fraktion hält dies für den falschen Weg. Daher wird die Fraktion wieder im Planungsausschuss der Stadt aktiv, um das Gesamtprojekt abermals öffentlich zu hinterfragen, zumal die Liberalen auch der Meinung sind, dass die Sorgen und Nöte der betroffenen Bürger beim Entscheidungsprozess nicht hinreichend aufgegriffen wurden.