RP Online berichtet 1.06.2020: Udo van Neer ist neuer Spitzenkandidat der FDP im Kreis

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Kreis Viersen - Ihre Kandidaten für den Kreistag und die Reserveliste hat der FDP-Kreisverband Viersen gewählt. Fast 70 Vertreter der Liberalen trafen sich jetzt in der Rosentalhalle in Tönisvorst.

Umkämpft waren die ersten beiden Listenplätze der Reserveliste bei der Versammlung des FDP-Kreisverbandes in der Rosentalhalle. Weil diese Halle viel Raum bietet und von der Stadtverwaltung bereits für die eigenen politischen Ausschuss- und Ratssitzungen unter Einhaltung der Corona-Richtlinien ausgestattet worden ist, trafen sich 67 stimmberechtigte FDP-Vertreter aus Brüggen, Grefrath, Kempen, Nettetal, Niederkrüchten, Schwalmtal, Tönisvorst, Viersen und Willich diesmal in St. Tönis. Begrüßt wurden sie von Felix Grams, dem Kreisvorsitzenden, und der Geschäftsführerin Birgit Jahrke.

Eine besondere Ehre wurde der 70-jährigen Irene Wistuba zuteil, die nach 20 Jahren als Fraktionschefin das Amt abgab. Um ihren Posten, und damit um den Listenplatz 1, bewarben sich zwei Kandidaten: Stefan Feiter und Udo van Neer. Beide stammen aus Viersen, und beide sind seit Jahren im Kreistag aktiv. „Ich will etwas verändern“, sagte Stefan Feiter bei seiner Vorstellung. Die Ideen aus dem FDP-Wahlprogramm wolle er umsetzen, wobei der 58-Jährige seinen Schwerpunkt auf die Digitalisierung und Ausstattung der Schulen legt.

Feiter, seit 2013 Vorsitzender der FDP-Ratsfraktion Viersen, sagte, er sei bereit, politische Verantwortung zu übernehmen, „aber nicht unter allen Umständen. Für das Lindner-Zitat ,Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren’ bekam Feiter allerdings nur sehr verhaltenen Beifall aus dem Plenum. Udo van Neer, der zweite Kandidat, sprach sich ebenfalls für mehr Digitalisierung aus, für den Ausbau der Mobilität, die Stärkung der landwirtschaftlichen Betriebe und einen Rettungsschirm für die Krankenhäuser im Kreis.

Außerdem teilte der 62-Jährige, der seit 23 Jahren der FDP angehört und seit 16 Jahren ein Kreistagsmandat hat, der Versammlung mit, dass er als Landrat kandidieren wolle. Die Abstimmung fiel eindeutig aus: Stefan Feiter bekam 18 Ja-Stimmen, Udo van Neer holte 44 Stimmen und besetzt damit den ersten Platz der Reserveliste. Auch um Platz zwei bewarben sich zwei Kandidaten. Hier setzte sich er stellvertretende Fraktionschef Hans-Willy Troost aus Nettetal gegen Christoph Maethner (Willich) durch. Auf den Plätze drei bis sechs folgen: Birgit Jahrke (Grefrath), Jörg Boves (als Ersatzkandidat Felix Grams), Eric Scheuerle (Viersen) und Birgit Koenen (Tönisvorst).

Bei der Wahl der Kandidaten für die 27 Bezirke gab es keine Auffälligkeiten. Fast alle Kandidaten konnten mehr als 60 Stimmen für sich gewinnen. Lediglich die vier Willicher Kandidaten wichen mit ihren Ergebnissen ab, erreichten aber alle die erforderliche Mehrheit. In die andere Richtung schlugen die Wahlergebnisse für Irene Wistuba (Kempen) und Thomas Genfeld (Schwalmtal) aus. Sie konnten alle 67 Stimmen auf sich vereinen und sich so über eine 100-prozentige Zustimmung freuen.

Werner Kau (Tönisvorst) wurde von Parteichef Grams für seine 50-jährige Mitgliedschaft mit einer Ehrenurkunde und einer Verdienstmedaille ausgezeichnet.

 

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