FDP PRANGERT STEUERVERSCHWENDUNG AN

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Mit Dr. Raimund Berg von Bündnis90/Die Grünen wählten die Willicher Mitglieder des Stadtrates in der vergangenen Woche den neuen Kämmerer ins Neersener Rathaus. Das Wahlergebnis fiel mit 23:21 Stimmen nicht nur sehr knapp aus, sondern war wohl auch dem Umstand zu verdanken, dass der Rat nicht vollzählig erschienen war.

Bei der Opposition im Rat sorgte die Wahl für großen Unmut, weil man glaubt, dass die Koalition von Schwarz-Grün bereits vor der Wahl kein Interesse an einem transparenten Verfahren hatte. Die FDP hatte weit vor der Wahl erfolgreich ein Ausschreibungsverfahren beantragt, um für die Stadt eine Auswahl unter den Besten zu erreichen.

Im Ausschreibungsverfahren kristallisierten sich dann tatsächlich weitere sehr geeignete Bewerber heraus, die u. a. schon große Erfahrung in der Kämmerei hatten. Diese zogen ihre Bewerbung dann aber zurück, weil sie über Presseveröffentlichungen realisieren mussten, dass CDU und Grüne schon längst eine Koalition weit vor der Wahl geschlossen haben und die Bewerbungen somit berufsschädlich ins Leere laufen würden. Hierüber ist FDP-Fraktionschef Hans-Joachim Donath maßlos verärgert: „Wir wollten für die Stadt Willich mit über 800 Mitarbeitern die beste Personalentscheidung. Der Rat hat dies vermeintlich ebenso gesehen und entsprechend mit einer Ausgabe von mehr als 50.000 Euro verabschiedet. Aber aufgrund der bewusst gestreuten Vorveröffentlichung zur angestrebten schwarz-grünen Koalition haben wir nun die Steuergelder zum Fenster herausgeworfen.“

Auch die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ellen Roidl-Hock stellt sehr kritisch fest: „Wenn Schwarz-Grün schon vorher wusste, dass eine Besten-Auslese nicht in Frage kommt, hätte unser Antrag auf Ausschreibung durch einen externen Dienstleister von der Koalition im Rat abgelehnt werden müssen. So aber haben CDU und Grüne einen hohen fünfstelligen Steuergeldbetrag versenkt. “ Auch FDP-Ratsherr Franz-Josef Stapel zeigt sich verärgert: „Alle Kämmerer der letzten Jahrzehnte haben erhebliche berufliche Erfahrung mitgebracht und die Entwicklung der Stadt Willich als Erfolgsmodell maßgeblich mitgeprägt. Es ist nicht nur die offenkundige Steuerverschwendung, die wir kritisieren. Es geht auch um die im Ausschreibungsverfahren geforderte, aber nun fehlende Führungsexpertise in der Verwaltung, die die schwarz-grüne Koalition zu Lasten des Steuerzahlers geopfert hat.“

 

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